Förderung für Storen & Sonnenschutz
Aussenliegender Sonnenschutz schützt Schweizer Wohnräume vor sommerlicher Überhitzung und macht eine Klimaanlage in vielen Fällen überflüssig. Ob elektrische Lamellenstoren, einbruchhemmende Rollladen, blendschützende Stoffstoren oder traditionelle Fensterladen – dieser Ratgeber hilft Ihnen, den richtigen Typ für Ihr Gebäude zu finden.
Wie viel Förderung erhalte ich für Storen & Sonnenschutz in der Schweiz?
Einige Kantone fördern aussenliegenden Sonnenschutz als sommerlichen Wärmeschutz. Beiträge: CHF 20–50 pro m² Fensterfläche (kantonal unterschiedlich)
Förderfakten: Storen & Sonnenschutz
CHF 500–1'800 (Lamellenstoren, elektrisch) CHF 650–2'500 (Rollladen, elektrisch) CHF 350–1'500 (Stoffstoren, elektrisch) CHF 750–3'000 (Fensterladen, Holz/Alu/Schiebladen)
Einige Kantone fördern aussenliegenden Sonnenschutz als sommerlichen Wärmeschutz. Beiträge: CHF 20–50 pro m² Fensterfläche (kantonal unterschiedlich)
15–25 Jahre (Lamellenstoren) 20–30 Jahre (Rollladen aus Aluminium) 10–20 Jahre (Stoffscreen-Tuch) 30–50 Jahre (Fensterladen aus Holz/Alu)
Storen-Ersatz gilt als werterhaltende Unterhaltskosten und ist in der Regel vollständig vom steuerbaren Einkommen abziehbar
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Förderung & Zuschüsse für Storen & Sonnenschutz in der Praxis
Je nach Gewerk und Kanton stehen unterschiedliche Förderprogramme und Bedingungen zur Verfügung:
| System | Förderung | Bonus | Voraussetzungen |
|---|---|---|---|
| Lamellenstoren & Rollladen (Aussensonnenschutz) | CHF 20–50/m² (kantonal) | +Steuerabzug | Aussenliegend, motorisiert empfohlen, Fördergesuch vor Auftragserteilung |
| Stoffstoren & Textilscreen (aussen) | Je nach Kanton | +Steuerabzug | Nur bei aussenliegenden Systemen, Sonnenschutzfaktor (g-Wert) nachweisen |
| Fensterladen (Holz/Alu) | Je nach Kanton / Denkmalschutz | – | Energetischer Mehrwert muss nachgewiesen werden. In Denkmalschutzobjekten Sonderprogramme prüfen. |
| Storen-Ersatz (werterhaltend) | Steuerabzug 100% | – | Gleichwertiger Ersatz, Rechnungen aufbewahren, als Unterhaltskosten deklarieren |
Wichtig: Allfällige Fördergesuche müssen immer vor der Auftragserteilung eingereicht werden – nachträgliche Gesuche werden grundsätzlich nicht akzeptiert.
Förderung & Steuervorteile für Storen & Sonnenschutz: In 5 Schritten zum Ziel
Der folgende Ablauf stellt sicher, dass Sie keine Förder- oder Steuervorteile verpassen:
Kantonale Förderung abklären
Nicht alle Kantone fördern Sonnenschutzanlagen. Erkundigen Sie sich beim kantonalen Energiefachamt oder über dasgebaeudeprogramm.ch nach aktuellen Beiträgen für Ihren Storentyp.
Sonnenschutzfaktor (g-Wert) anfordern
Für Förderanträge ist oft der Sonnenschutzfaktor des Storen-Produkts nachzuweisen. Verlangen Sie den gtot-Wert explizit vom Anbieter (wird im Produktdatenblatt ausgewiesen).
Fördergesuch vor Auftrag einreichen
Das Gesuch muss vor der Auftragserteilung eingereicht und bewilligt sein. Bearbeitungszeit: 2–6 Wochen je nach Kanton.
Montage beauftragen & dokumentieren
Bewahren Sie Produktdatenblätter, Lieferscheine und Montageberichte auf – diese sind für den Fördernachweis und den Steuerabzug erforderlich.
Steuerabzug geltend machen
Alle Kosten für den werterhaltenden Storen-Ersatz können als Unterhaltskosten abgezogen werden. Rechnungen und Zahlungsbelege im Ordner aufbewahren.
Lassen Sie Ihr Projekt von geprüften Fachbetrieben begutachten – kostenlos und unverbindlich.
Steuereffekt bei Storen & Sonnenschutz: So ziehen Sie die Restkosten ab
Werterhaltende Investitionen in Ihre Liegenschaft sind steuerrechtlich privilegiert:
- Abzugsfähigkeit: Die Investitionskosten abzüglich allfälliger Fördergelder können als werterhaltende Unterhaltskosten vollständig vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden.
- Progression brechen: In manchen Kantonen können die Kosten auf zwei aufeinanderfolgende Steuerperioden aufgeteilt werden.
- Beispiel: Bei einem steuerbaren Einkommen von CHF 100'000 und einer Nettoinvestition von CHF 20'000 sparen Sie bis zu CHF 5'000 an Steuern.
Fachbetriebe nach Region
Geprüfte Fachbetriebe in Ihrer Region:
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Lamellenstoren und Rollladen?
Lamellenstoren (Raffstoren) haben verstellbare Aluminium-Lamellen, die Licht und Luft durchlassen, während sie die Sonnenwärme fernhalten. Rollladen verdunkeln vollständig und bieten zusätzlich Einbruchschutz. Lamellenstoren sind energetisch effizienter; Rollladen sind sicherer und lärmreduzierend.
Wie viel kostet es, alle Storen eines Hauses zu ersetzen?
Für ein Einfamilienhaus mit 10–15 Fenstern rechnen Sie mit CHF 8'000–22'000 für elektrische Lamellenstoren inkl. Einbau und Elektroanschluss. Bei Erstinstallation ohne bestehende Verkabelung kommen CHF 1'500–3'000 für die Elektroarbeiten hinzu.
Lohnen sich elektrische Storen?
Ja, in den meisten Fällen. Elektrische Storen mit Windsensor schützen sich bei Sturm automatisch, können per Timer und Smarthome gesteuert werden und sind deutlich komfortabler. Der Aufpreis von CHF 150–400 pro Einheit amortisiert sich über die Lebensdauer der Anlage.
Gibt es Förderung für Storen in der Schweiz?
Einige Kantone fördern aussenliegenden Sonnenschutz als Teil ihrer Energiesparprogramme. Die Beiträge liegen bei CHF 20–50 pro m² Fensterfläche. Zusätzlich ist der Storenersatz als Unterhaltskosten steuerlich absetzbar. Prüfen Sie die aktuellen Beiträge beim kantonalen Energiefachamt.
Was sind Fensterladen und worin unterscheiden sie sich von Rollladen?
Fensterladen (Läden) sind traditionelle Klapp- oder Schiebladen aus Holz oder Aluminium, die seitlich am Fenster befestigt sind. Sie bieten Verdunkelung und Einbruchschutz, haben aber eine charakteristische Schweizer Optik. Rollladen rollen vertikal auf und ab und sind meist in einem Kastengehäuse über dem Fenster untergebracht.
Brauche ich für neue Storen eine Baubewilligung?
In den meisten Kantonen ist der Storen-Ersatz (gleicher Typ, gleiche Position) bewilligungsfrei. Bei Erstinstallation oder auffälliger Änderung der Fassadenoptik kann eine Meldepflicht oder Bewilligung anfallen – insbesondere in Schutzzonen und denkmalgeschützten Gebäuden.
Können Storen mit dem Smarthome verbunden werden?
Ja. Systeme wie Somfy TaHoma, Jung KNX oder Loxone ermöglichen die zentrale Steuerung aller Storen im Haus. Szenen (z.B. «Abwesenheit» oder «Nacht») fahren alle Storen gleichzeitig. Die Integration kostet CHF 300–1'500 einmalig für das Gateway.
Was ist ein Windsensor und brauche ich einen?
Ein Windsensor misst die Windstärke und fährt die Storen automatisch ein, bevor Sturmschäden entstehen. Er ist für alle motorisierten Anlagen empfohlen und für die Herstellergarantie meist Pflicht. Kosten: CHF 100–250 (gilt meist für alle Storen im Haus).
Wie lange halten Lamellenstoren?
Die Lebensdauer von Lamellenstoren beträgt bei guter Pflege 15–25 Jahre. Die Lamellen sind langlebig; anfälliger sind Motor, Antriebswelle und Führungsschienen. Ein regelmässiger Service (alle 5 Jahre) verlängert die Lebensdauer und erkennt Verschleiss frühzeitig.
Was ist der Unterschied zwischen Stoffstoren und innenliegenden Rollos?
Aussenliegende Stoffstoren (Textilscreens) blockieren die Sonnenwärme, bevor sie durch die Fensterscheibe ins Zimmer gelangt. Innenliegende Rollos lassen die Wärme zuerst ins Zimmer und können sie dann nicht mehr wirksam abführen. Aussenliegende Screens reduzieren den Wärmeeintrag um 70–80 %, innenliegende lediglich um 20–30 %.
Wie vergleiche ich Storen-Angebote richtig?
Achten Sie darauf, dass alle Offerten identische Leistungen umfassen: Einbau inkl. Führungsschienen, Elektroanschluss, Windsensor, Endanschlageinstellung und Einweisung. HausHeld vermittelt bis zu drei geprüfte Storenbauer kostenlos und unverbindlich.
Über den Experten
Storen & Gebäudeautomation
Das HausHeld-Expertenteam umfasst erfahrene Storenbauer, Schreiner und Gebäudeautomationsexperten. Alle Angaben werden regelmässig auf Aktualität geprüft.
Letzte Aktualisierung: Juli 2026
Geprüft durch HausHeld Redaktion
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