Storen & Sonnenschutz in der Schweiz: Kosten, Typen & Planung 2026
Aussenliegender Sonnenschutz schützt Schweizer Wohnräume vor sommerlicher Überhitzung und macht eine Klimaanlage in vielen Fällen überflüssig. Ob elektrische Lamellenstoren, einbruchhemmende Rollladen, blendschützende Stoffstoren oder traditionelle Fensterladen – dieser Ratgeber hilft Ihnen, den richtigen Typ für Ihr Gebäude zu finden.
Welcher Storentyp eignet sich am besten für Schweizer Häuser?
Aussenliegender Sonnenschutz schützt Schweizer Wohnräume wirksamer als jede innenliegende Lösung. Lamellenstoren sind die meistverkaufte Wahl: Sie reduzieren den Wärmeeintrag um bis zu 75 %, lassen Luft und Ausblick zu und sind elektrisch vollautomatisch steuerbar. Rollladen eignen sich für vollständige Verdunkelung und Einbruchschutz. Stoffstoren schützen Büros und Wintergärten vor Blendung ohne sichtbare Verdunklung. Fensterladen sind die traditionelle Schweizer Variante – langlebig, wartungsarm und charakterstark.
Zum detaillierten Vergleich →Schnellfakten: Storen & Sonnenschutz auf einen Blick
CHF 500–1'800 (Lamellenstoren, elektrisch) CHF 650–2'500 (Rollladen, elektrisch) CHF 350–1'500 (Stoffstoren, elektrisch) CHF 750–3'000 (Fensterladen, Holz/Alu/Schiebladen)
Einige Kantone fördern aussenliegenden Sonnenschutz als sommerlichen Wärmeschutz. Beiträge: CHF 20–50 pro m² Fensterfläche (kantonal unterschiedlich)
15–25 Jahre (Lamellenstoren) 20–30 Jahre (Rollladen aus Aluminium) 10–20 Jahre (Stoffscreen-Tuch) 30–50 Jahre (Fensterladen aus Holz/Alu)
Storen-Ersatz gilt als werterhaltende Unterhaltskosten und ist in der Regel vollständig vom steuerbaren Einkommen abziehbar
Auf dieser Seite
Produktvarianten: Storen & Sonnenschutz im Überblick
Bevor Sie eine Entscheidung treffen, lohnt sich ein Blick auf die technischen Optionen:
Lamellenstoren (Raffstoren)
Verstellbare Aluminium-Lamellen, die sich horizontal schliessen und im Winkel regulieren lassen. Optimaler Sonnenschutz bei gleichzeitigem Licht- und Luftdurchlass. Elektrisch motorisiert mit Wind- und Lichtsensor. Weitaus häufigste Lösung in der Schweiz.
CHF 500–1'800 pro Einheit (elektrisch, inkl. Einbau)
CHF 20–40/m² (kantonal)
Mehr erfahrenRollladen
Robuste PVC- oder Aluminium-Panzere für vollständige Verdunkelung und hohen Einbruchschutz (RC2). Einbau in aufgesetztem Kasten, Vorbaukasten oder Unterputzkasten. Ideal für Schlafzimmer und Erdgeschoss.
CHF 650–2'500 pro Einheit (elektrisch, inkl. Einbau)
Je nach Kanton
Mehr erfahrenStoffstoren (Textilscreen)
Gewebebespannung mit definiertem Öffnungsgrad (1–10 % Offenheit). Blendfrei, kein Einblick von aussen bei Tag, diffuses Tageslicht bleibt erhalten. Ideal für Büros, Wintergärten und Südwestfassaden.
CHF 350–1'500 pro Einheit (elektrisch, inkl. Einbau)
Je nach Kanton
Mehr erfahrenFensterladen
Traditionelle Klapp- oder Schiebladen aus Holz oder Aluminium. Charakteristisch für den Schweizer Hausbau. Bieten Verdunkelung, Wärmedämmung im Winter und Einbruchschutz. Holzläden sind langlebig und reparierbar, Alu-Läden absolut wartungsfrei.
CHF 750–3'000 pro Einheit (inkl. Einbau)
Je nach Kanton / Denkmalschutz
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Was kostet Storen & Sonnenschutz wirklich?
Die Anschaffungskosten hängen stark von System, Material und Ausführung ab – ein Vergleich mehrerer Offerten lohnt sich immer.
| System | Bruttokosten | Förderung | Betriebskosten | Lebensdauer | CO₂ |
|---|---|---|---|---|---|
| Lamellenstoren (elektrisch) | CHF 500–1'800 | CHF 20–40/m² | CHF 20–50/Jahr (Strom) | 15–25 Jahre | Sehr gering |
| Rollladen (elektrisch) | CHF 650–2'500 | Je nach Kanton | CHF 20–50/Jahr (Strom) | 20–30 Jahre | Sehr gering |
| Stoffstoren (elektrisch) | CHF 350–1'500 | Je nach Kanton | CHF 10–30/Jahr (Strom) | 10–20 Jahre (Tuch) | Sehr gering |
| Fensterladen (Holz) | CHF 750–2'000 | Je nach Kanton | CHF 50–150 alle 5–8 Jahre (Pflege) | 30–50 Jahre | Sehr gering (nachwachsend) |
| Fensterladen (Aluminium) | CHF 1'000–2'500 | Je nach Kanton | Nahezu kein Unterhalt | 40+ Jahre | Gering |
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Kantonale Förderung & Steuereffekte für Storen & Sonnenschutz
Je nach Gewerk und Kanton gibt es Förderbeiträge – und werterhaltende Arbeiten können in jedem Fall vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden.
Kantonale Sonnenschutzförderung
Einige Kantone (u.a. GR, TI) fördern aussenliegenden Sonnenschutz als sommerlichen Wärmeschutz mit CHF 20–50 pro m² Fensterfläche. Fördergesuch vor Auftragserteilung erforderlich.
Steuerabzug nutzen
Storen-Ersatz gilt als werterhaltende Unterhaltskosten und ist in der Regel vollständig vom steuerbaren Einkommen abziehbar. Rechnungen aufbewahren.
Kombination mit Fenstersanierung
Werden Storen und Fenster gleichzeitig erneuert, lassen sich Gerüst- und Elektrokosten teilen – das spart typischerweise CHF 1'000–3'000.
Storen & Sonnenschutz: Schritt für Schritt planen
So gelingt der Tausch Schritt für Schritt:
Sonnenseiten & Bedarf analysieren
Prüfen Sie, welche Fassaden und Stockwerke einen Sonnenschutz benötigen. Süd- und Westfassaden sind prioritär. Räume mit grossen Fensterflächen überhitzen ohne Schutz deutlich schneller.
Storentyp wählen
Entscheiden Sie sich anhand Ihrer Prioritäten: Lamellenstoren für maximalen Sonnenschutz, Rollladen für Verdunkelung/Sicherheit, Stoffstoren für blendfreies Arbeiten, Fensterladen für traditionelle Optik und Langlebigkeit.
Mindestens drei Offerten einholen
Holen Sie Angebote von zertifizierten Storenbauern ein. Achten Sie auf identische Leistungsumfänge: Einbau, Führungsschienen, Elektroanschluss, Windsensor und Endanschlageinstellung.
Fördergesuch prüfen & einreichen
Informieren Sie sich beim kantonalen Energiefachamt, ob aussenliegender Sonnenschutz gefördert wird. Das Gesuch muss vor der Auftragserteilung eingereicht und bewilligt sein.
Montage & Einweisung
Der Einbau für ein ganzes Haus dauert 1–3 Tage. Lassen Sie sich die Bedienung aller Sensoren und Steuerungen zeigen – insbesondere Windsensor-Schwellenwert und Endanschläge.
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Fachbetriebe nach Region
Geprüfte Fachbetriebe in Ihrer Region:
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Lamellenstoren und Rollladen?
Lamellenstoren (Raffstoren) haben verstellbare Aluminium-Lamellen, die Licht und Luft durchlassen, während sie die Sonnenwärme fernhalten. Rollladen verdunkeln vollständig und bieten zusätzlich Einbruchschutz. Lamellenstoren sind energetisch effizienter; Rollladen sind sicherer und lärmreduzierend.
Wie viel kostet es, alle Storen eines Hauses zu ersetzen?
Für ein Einfamilienhaus mit 10–15 Fenstern rechnen Sie mit CHF 8'000–22'000 für elektrische Lamellenstoren inkl. Einbau und Elektroanschluss. Bei Erstinstallation ohne bestehende Verkabelung kommen CHF 1'500–3'000 für die Elektroarbeiten hinzu.
Lohnen sich elektrische Storen?
Ja, in den meisten Fällen. Elektrische Storen mit Windsensor schützen sich bei Sturm automatisch, können per Timer und Smarthome gesteuert werden und sind deutlich komfortabler. Der Aufpreis von CHF 150–400 pro Einheit amortisiert sich über die Lebensdauer der Anlage.
Gibt es Förderung für Storen in der Schweiz?
Einige Kantone fördern aussenliegenden Sonnenschutz als Teil ihrer Energiesparprogramme. Die Beiträge liegen bei CHF 20–50 pro m² Fensterfläche. Zusätzlich ist der Storenersatz als Unterhaltskosten steuerlich absetzbar. Prüfen Sie die aktuellen Beiträge beim kantonalen Energiefachamt.
Was sind Fensterladen und worin unterscheiden sie sich von Rollladen?
Fensterladen (Läden) sind traditionelle Klapp- oder Schiebladen aus Holz oder Aluminium, die seitlich am Fenster befestigt sind. Sie bieten Verdunkelung und Einbruchschutz, haben aber eine charakteristische Schweizer Optik. Rollladen rollen vertikal auf und ab und sind meist in einem Kastengehäuse über dem Fenster untergebracht.
Brauche ich für neue Storen eine Baubewilligung?
In den meisten Kantonen ist der Storen-Ersatz (gleicher Typ, gleiche Position) bewilligungsfrei. Bei Erstinstallation oder auffälliger Änderung der Fassadenoptik kann eine Meldepflicht oder Bewilligung anfallen – insbesondere in Schutzzonen und denkmalgeschützten Gebäuden.
Können Storen mit dem Smarthome verbunden werden?
Ja. Systeme wie Somfy TaHoma, Jung KNX oder Loxone ermöglichen die zentrale Steuerung aller Storen im Haus. Szenen (z.B. «Abwesenheit» oder «Nacht») fahren alle Storen gleichzeitig. Die Integration kostet CHF 300–1'500 einmalig für das Gateway.
Was ist ein Windsensor und brauche ich einen?
Ein Windsensor misst die Windstärke und fährt die Storen automatisch ein, bevor Sturmschäden entstehen. Er ist für alle motorisierten Anlagen empfohlen und für die Herstellergarantie meist Pflicht. Kosten: CHF 100–250 (gilt meist für alle Storen im Haus).
Wie lange halten Lamellenstoren?
Die Lebensdauer von Lamellenstoren beträgt bei guter Pflege 15–25 Jahre. Die Lamellen sind langlebig; anfälliger sind Motor, Antriebswelle und Führungsschienen. Ein regelmässiger Service (alle 5 Jahre) verlängert die Lebensdauer und erkennt Verschleiss frühzeitig.
Was ist der Unterschied zwischen Stoffstoren und innenliegenden Rollos?
Aussenliegende Stoffstoren (Textilscreens) blockieren die Sonnenwärme, bevor sie durch die Fensterscheibe ins Zimmer gelangt. Innenliegende Rollos lassen die Wärme zuerst ins Zimmer und können sie dann nicht mehr wirksam abführen. Aussenliegende Screens reduzieren den Wärmeeintrag um 70–80 %, innenliegende lediglich um 20–30 %.
Wie vergleiche ich Storen-Angebote richtig?
Achten Sie darauf, dass alle Offerten identische Leistungen umfassen: Einbau inkl. Führungsschienen, Elektroanschluss, Windsensor, Endanschlageinstellung und Einweisung. HausHeld vermittelt bis zu drei geprüfte Storenbauer kostenlos und unverbindlich.
Über den Experten
Storen & Gebäudeautomation
Das HausHeld-Expertenteam umfasst erfahrene Storenbauer, Schreiner und Gebäudeautomationsexperten. Alle Angaben werden regelmässig auf Aktualität geprüft.
Letzte Aktualisierung: Juli 2026
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