Aufdach-Photovoltaik in der Schweiz – Kosten, Ertrag & Förderung 2026

Die Aufdach-Photovoltaikanlage ist die häufigste und wirtschaftlichste Methode zur Solarstromerzeugung in der Schweiz. Solarmodule werden auf einer Metallunterkonstruktion über der bestehenden Dacheindeckung montiert – ohne Eingriff in die Dachhaut. Erfahren Sie alles über Kosten, Jahresertrag, Einmalvergütung und die optimale Ausrichtung.

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Kurzantwort: Warum ist die Aufdach-PV die beliebteste Wahl in der Schweiz?

Bei der Aufdach-Photovoltaik werden Solarmodule auf einer Metallunterkonstruktion montiert, ohne die bestehende Dacheindeckung zu entfernen. Das ist die günstigste, schnellste und am häufigsten gewählte Methode in der Schweiz. Eine 10-kWp-Anlage kostet brutto CHF 18'000 bis CHF 25'000, produziert jährlich 9'000 bis 11'000 kWh und amortisiert sich in 10 bis 13 Jahren. Der Bund fördert die Anlage über die Einmalvergütung (EIV) via Pronovo AG. Über das HausHeld-Netzwerk erhalten Sie kostenlos Angebote von zertifizierten Solarinstallateuren aus Ihrer Region.

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Aufdach-PV: Systemvarianten im Vergleich

Je nach Dachform, Ausrichtung und Eigenverbrauchsprofil gibt es verschiedene Konfigurationsansätze für Aufdach-Anlagen. Die Wahl beeinflusst Ertrag, Installationsaufwand und Wirtschaftlichkeit.

SÜDAUSRICHTUNG
MeistverbautHöchster Jahresertrag

Südanlage (optimale Ausrichtung)

Die reine Südanlage mit einer Dachneigung von 25 bis 35° ist die ertragsstärkste Konfiguration. Sie nutzt die Sonneneinstrahlung maximal und erzielt den höchsten Jahresertrag pro kWp.

Jahresertrag: 9'000 bis 11'000 kWh bei 10 kWp im Schweizer Mittelland. In Alpenregionen mit höherer Einstrahlung bis 12'000 kWh möglich.

Eigenverbrauch: Mittags wird am meisten produziert. Kombinieren Sie die Anlage mit einem Batteriespeicher oder verschiebbaren Verbrauchern (Waschmaschine, Wärmepumpe) für optimalen Eigenverbrauch.

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OSTWEST
Gleichmässige ProduktionIdeal für Eigenverbrauch

Ost-West-Anlage

Bei einem Satteldach mit Ost-West-Ausrichtung werden beide Dachseiten belegt. Der Jahresertrag liegt 10 bis 15% unter einer Südanlage, dafür wird die Produktion gleichmässiger über den Tag verteilt.

Eigenverbrauchsvorteil: Morgens und abends – genau dann, wenn Bewohner zuhause sind – wird mehr produziert. Das erhöht den Eigenverbrauch ohne Speicher deutlich.

Platzvorteil: Die gesamte Dachfläche beider Seiten kann genutzt werden, was bei kleinen Süddächern zu mehr Gesamtleistung führt.

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FLACHDACH / AUFGESTÄNDERT
Freie AusrichtungOptimal aufgeständert

Flachdach-Anlage (aufgeständert)

Auf Flachdächern werden die Module auf Aufständerungsgestellen mit dem optimalen Neigungswinkel (20–30°) und in Südausrichtung montiert. Das Gestell ist ballastiert – keine Dachdurchdringung nötig.

Planung: Abstand zwischen den Modulreihen muss so gewählt werden, dass keine gegenseitige Verschattung entsteht. Lüftungsräume unter den Modulen verbessern die Effizienz.

Eignung: Ideal für Mehrfamilienhäuser, Gewerbegebäude und Liegenschaften mit grosser Flachdachfläche.

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Dachanalyse & Planung: Diese Faktoren bestimmen den Ertrag

Bevor Angebote eingeholt werden, lohnt sich eine systematische Analyse des Dachs. Die folgenden Kriterien bestimmen massgeblich Grösse, Ertrag und Wirtschaftlichkeit der Anlage:

Ausrichtung & Neigung

Süd, Südost oder Südwest mit 20–40° Neigung sind ideal. Das kostenlose Tool «Sonnendach.ch» des Bundesamts für Energie liefert für jede Schweizer Adresse eine Ertragsprognose.

Verschattung

Kamine, Dachgauben, Bäume und Nachbargebäude können den Ertrag erheblich reduzieren. Moderne Modul-Wechselrichter (Microinverter) oder Power Optimiser minimieren den Verschattungsverlust.

Dachzustand

Das Dach sollte noch mindestens 15–20 Jahre halten. Muss das Dach in den nächsten Jahren saniert werden, sollte die Installation koordiniert oder auf Indach-PV umgeplant werden.

Baubewilligung & EIV-Antrag: Was Sie wissen müssen

Seit der Revision des Raumplanungsgesetzes (Art. 18a RPG) sind Solaranlagen auf Gebäuden in der Schweiz in der Regel baubewilligungsfrei. Einige wichtige Punkte bleiben dennoch zu beachten:

  • Meldepflicht: In vielen Kantonen und Gemeinden gilt trotz Bewilligungsfreiheit eine Meldepflicht bei der Baubehörde. Der Installateur übernimmt dies in der Regel für Sie.
  • Schutzobjekte: In Ortskernen mit Ortsbildschutz (ISOS) oder in der Nähe von Baudenkmälern kann eine vollständige Baubewilligung erforderlich sein. Die Gemeinde gibt im Einzelfall Auskunft.
  • EIV-Antrag vor Inbetriebnahme: Der Antrag auf Einmalvergütung bei Pronovo AG muss zwingend vor der Inbetriebnahme gestellt werden. Nachträglich gibt es keine Förderung mehr.
Ein erfahrener Solarinstallateur übernimmt EIV-Antrag, Netzanmeldung und Meldepflichten vollständig. Klären Sie vor der Vertragsunterzeichnung, ob diese Leistungen im Angebot enthalten sind.

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Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Aufdach-PV und Indach-PV?

Bei der Aufdach-Photovoltaik werden Solarmodule auf einer Metallunterkonstruktion über der bestehenden Dacheindeckung montiert. Das Dach bleibt intakt. Bei Indach-PV (BIPV) ersetzen die Module die Dacheindeckung vollständig – teurer, aber ästhetisch unauffällig und sinnvoll bei gleichzeitiger Dachsanierung.

Wie viel Strom produziert eine 10-kWp-Aufdach-Anlage pro Jahr?

Im Schweizer Mittelland erzeugt eine 10-kWp-Anlage mit optimaler Südausrichtung jährlich ca. 9'000 bis 11'000 kWh. In sonnenreichen Alpenregionen können es bis zu 12'000 kWh sein. Das deckt den Jahresstromverbrauch von 3 bis 4 Haushalten.

Was kostet eine Aufdach-Photovoltaikanlage in der Schweiz?

Eine schlüsselfertige 10-kWp-Aufdach-Anlage kostet 2026 in der Schweiz brutto zwischen CHF 18'000 und CHF 25'000, inklusive Wechselrichter, Montage, Netzanmeldung und EIV-Antrag. Der Richtpreis pro kWp liegt bei CHF 1'800 bis CHF 2'500.

Brauche ich eine Baubewilligung für eine Aufdach-Photovoltaikanlage?

In der Schweiz sind Aufdach-Solaranlagen seit der Revision von Art. 18a RPG in der Regel baubewilligungsfrei. Ausnahmen gelten bei Schutzobjekten (Ortsbildschutz, Denkmäler) und bestimmten Bauzonen. Eine Meldepflicht bei der Gemeinde besteht oft trotzdem.

Wie hoch ist die Einmalvergütung (EIV) für eine Aufdach-Anlage?

Die EIV für Aufdach-Anlagen beträgt 2026 für eine 10-kWp-Anlage ca. CHF 2'000 bis CHF 3'500. Der Antrag muss vor Inbetriebnahme via Pronovo AG eingereicht werden. Die Höhe der EIV hängt von der Anlagengrösse und dem Anlagejahr ab.

Lohnt sich ein Batteriespeicher bei einer Aufdach-PV-Anlage?

Ein Lithium-Ionen-Speicher erhöht den Eigenverbrauch von ca. 30% auf 60–70%. Die Amortisationszeit des Speichers liegt bei 10–15 Jahren. Bei einem Elektroauto oder einer Wärmepumpe im Haushalt lohnt sich der Speicher oft schneller.

Über den Experten

HH
HausHeld Expertenteam

Solar & Photovoltaik

Das HausHeld-Expertenteam setzt sich aus zertifizierten Solarinstallateuren, Energieberatern und Gebäudetechnikern zusammen. Alle Angaben werden regelmässig auf Aktualität geprüft.

Letzte Aktualisierung: Juli 2026

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