Einbaumöbel Kosten: Preise für Schränke & Regalwände vom Schreiner 2026
Was kostet ein massgeschneiderter Einbauschrank in der Schweiz? Wir schlüsseln alle Kostenpunkte auf – Holzart, Beschläge, Innenaufteilung, Schreinerlohn und Sonderausstattungen – und zeigen, wie Sie die Kosten optimieren.
Kurzantwort: Was kostet ein Einbauschrank beim Schreiner?
Ein massgeschneiderter Einbauschrank kostet beim Schweizer Schreiner CHF 700.–––1'400.– pro Laufmeter (Melamin, Schiebetüren), CHF 1'400.–––2'500.– (Echtholzfurnier) oder CHF 2'500.–––5'000.– (Massivholz). Ein typischer 3-m-Schlafzimmerschrank in Melamin-Ausführung mit Schiebetüren kostet somit CHF 2'100.–––4'200.– inkl. Beschläge, Montage und Entsorgung.
Kosten-Überblick: Einbaumöbel in der Schweiz
CHF 2'100–4'200 gesamt CHF 700–1'400 pro Laufmeter Inkl. Beschläge, Montage, Innenaufteilung
CHF 4'200–7'500 für 3 m Breite CHF 1'400–2'500 pro Laufmeter Echtholzfurnier: Eiche, Nussbaum, Kirschbaum
CHF 7'500–15'000 für 3 m Breite CHF 2'500–5'000 pro Laufmeter Generationenqualität, reparierbar
20–40 % Mehrpreis gegenüber Normschrank Jede Türe und Inneneinteilung angepasst Nur beim Schreiner möglich
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Kostenvergleich nach Material und Ausführung
Die folgende Tabelle zeigt typische Schweizer Marktpreise für Einbauschränke pro Laufmeter inkl. Beschläge und Montage:
| Ausführung | Oberfläche | Preis pro Laufmeter | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| Einfach (Melamin, Schiebetüren) | Melamin-Dekor | CHF 700–1'400 | Günstig, robust, 100+ Dekore |
| Mittel (Melamin, Drehtüren) | Melamin/Hochglanz | CHF 900–1'600 | Drehtüren mit Soft-Close |
| Gehoben (Furnier, Schiebetüren) | Echtholzfurnier | CHF 1'400–2'500 | Echte Holzoptik, edel |
| Premium (Massivholz) | Vollholz geölt/lackiert | CHF 2'500–5'000 | Reparierbar, generationenbeständig |
| Dachschräge (Mehrpreis) | Wie Basisausführung | +20–40 % | Angepasste Geometrie, kein Standardformat |
Hinweis: Preise inkl. Material, Beschläge und Montage. Beleuchtung, Ladevorrichtungen und Sonderbeschläge kommen separat hinzu.
Lassen Sie Ihr Projekt von geprüften Fachbetrieben begutachten – kostenlos und unverbindlich.
Was beeinflusst den Preis am stärksten?
Vier Faktoren erklären, warum zwei ähnliche Schränke sehr unterschiedlich kosten können:
Materialwahl (Melamin vs. Massiv)
Der grösste Einzelfaktor. Melamin-Oberfläche: CHF 700–1'400/lm. Massivholz Eiche: CHF 2'500–5'000/lm. Echtholzfurnier liegt dazwischen. Entscheiden Sie nach Budget, Langlebigkeit und Reparierbarkeit.
Innenaufteilung und Sonderausstattungen
Zusätzliche Schubladen (CHF 150–400 pro Stück), Ausziehböden, Schuhregale, Hosenauszüge und LED-Innenbeleuchtung erhöhen den Preis. Pro Sonderelement rechnen Sie mit CHF 100–500 Mehrkosten.
Geometrie des Raums
Dachschrägen, schräge Wände, Nischen mit Versätzen oder unebene Böden erhöhen den Planungs- und Fertigungsaufwand um 20–40 %. Für solche Situationen gibt es keine Systemlösung vom Markt – nur der Schreiner kann helfen.
Betriebsgrösse und Region
Kleine Familienbetriebe in ländlichen Gebieten rechnen CHF 90–110/h, grosse Stadtbetriebe CHF 110–130/h. Bei gleicher Materialwahl kann ein Preisunterschied von 20–30 % entstehen. Holen Sie immer mehrere Offerten ein.
Laufende Kosten und Pflege von Einbaumöbeln
Einbauschränke haben keine nennenswerten laufenden Kosten – nur gelegentliche Pflege ist nötig:
Melamin und Hochglanzoberflächen
Pflege mit feuchtem Tuch, keine Scheuermittel. Keine Nachbehandlung nötig. Bei tiefen Kratzern sind Melaminoberflächen nicht reparierbar – Türblatt müsste ersetzt werden (CHF 150–400).
Massivholz und Furnier
Geölte Holzoberflächen alle 2–5 Jahre nachölen (CHF 20–60 für Holzpflegeöl). Lackierte Oberflächen robust, aber Kratzer sichtbar. Massivholz kann mehrfach abgeschliffen und neu behandelt werden.
Beschläge und Schienen
Schiebetürschienen gelegentlich reinigen und schmieren (Silikonspray). Defekte Scharniere oder Schienen: CHF 50–200 beim Schreiner für Austausch. Qualitätsbeschläge (Hettich, Grass, Blum) halten 20–30 Jahre.
Steuerlicher Abzug für Einbaumöbel in der Schweiz
Direkte Subventionen gibt es für Einbaumöbel kaum, aber der Steuerhaushalt bietet Vorteile:
Schreinerarbeiten, die dem Werterhalt einer Liegenschaft dienen, können als Liegenschaftsunterhalt vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden. Bei CHF 8'000 Investition und 30 % Steuersatz: ca. CHF 2'400 Steuerersparnis.
Werterhaltende Massnahmen (abzugsfähig)
Ersatz bestehender Einbauschränke, Reparaturen, Erneuerung von Türen und Beschlägen: abzugsfähig als Liegenschaftsunterhalt. Rechnungen sorgfältig aufbewahren.
Wertvermehrende Massnahmen (nicht direkt abzugsfähig)
Erstmalige Einbauschränke in einem zuvor unausgebauten Raum gelten als wertvermehrend. Diese können beim Verkauf der Liegenschaft jedoch den Anlagekosten hinzugerechnet werden (Reduktion Grundstückgewinnsteuer).
IV-Förderung bei barrierefreien Anpassungen
Einbauschränke, die aus medizinischen Gründen angepasst werden müssen (z.B. für Rollstuhlbenutzer: abgesenkte Stangen, rollbare Inneneinteilung), können IV-förderberechtigt sein.
5-Schritte-Kostenplaner für Einbaumöbel
So behalten Sie die Kosten im Griff:
Bedarf und Budget festlegen
Bestimmen Sie, was Sie lagern möchten und setzen Sie ein realistisches Budget. Faustregel: CHF 1'000/lm für eine solide Melamin-Lösung, CHF 2'000/lm für Furnier.
Raummasse professionell aufnehmen lassen
Lassen Sie den Schreiner selbst ausmessen – er erkennt Unebenheiten, Schrägen und Versätze, die Laien oft übersehen. Das kostet in der Regel nichts extra bei der Offertstellung.
Innenaufteilung skizzieren und priorisieren
Legen Sie fest, welche Sonderausstattungen wirklich nötig sind (LED, Schubladen, Ausziehelemente) und welche nice-to-have sind. Jedes Extra kostet CHF 100–500 mehr.
Drei Offerten vergleichen
Achten Sie auf gleiche Positionen: Material, Beschläge, Innenaufteilung, Montage, Entsorgung Altmaterial. Preisdifferenzen von 20–40 % sind üblich und normal.
Liefertermin in Bauablauf integrieren
Einbauschränke werden üblicherweise nach dem Maler und vor dem Verlegen des Bodenbelags montiert. Koordinieren Sie den Schreiner-Termin frühzeitig im Bauablauf.
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Häufige Fragen
Wie vergleiche ich Schreiner-Offerten für Einbauschränke?
Achten Sie darauf, dass alle Offerten dieselben Positionen enthalten: Material (Trägerplatte + Oberfläche), Beschläge (Türdämpfer, Schienen), Innenaufteilung (Böden, Stangen, Schubladen), Montage, Aufmass und Entsorgung des Altmaterials. Nur dann sind Offerten vergleichbar.
Lohnt sich ein Einbauschrank finanziell gegenüber IKEA-Schränken?
Bei einfachen Standardmassen ist IKEA oft günstiger. Beim Schreiner zahlen Sie ab CHF 700/lm, IKEA-PAX kostet CHF 300–600/lm. Dafür erhalten Sie vom Schreiner: exakte Raumhöhe, individuelle Tiefe, Nischenanpassung und Qualitätsbeschläge. Ab Raumhöhen über 2.50 m oder bei Nischen ist der Schreiner meist die einzige sinnvolle Option.
Werden Einbauschränke in der Steuererklärung berücksichtigt?
Ja, wenn es sich um den Ersatz bestehender Möbel handelt (werterhaltend), können die Kosten als Liegenschaftsunterhalt abgezogen werden. Bei CHF 6'000 Investition und 30 % Steuersatz: ca. CHF 1'800 Steuerersparnis. Erste Möblierung einer neuen Wohnung gilt als wertvermehrend – nicht direkt abzugsfähig.
Was kostet eine einzelne Schublade beim Schreiner?
Eine Schublade mit Soft-Close-Auszug kostet beim Schreiner je nach Grösse und Material CHF 150–400. Günstige Holzschubladen ohne Dämpfung ab CHF 100. Hochwertige Vollausziehschubladen (Tandembox, ArciTech) liegen bei CHF 200–400 pro Stück inkl. Einbau.
Über den Experten
Holzbau & Innenausbau
Das HausHeld-Expertenteam verfasst den Wissenshub zusammen mit Experten vom Fach. Alle Angaben werden regelmässig auf Aktualität und Marktkonformität geprüft.
Letzte Aktualisierung: Oktober 2026
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