Ratgeber und Tipps für Ihre Wasser-Wasser-Wärmepumpe

Die Zeiten, in denen der Mensch vor dem offenem Holzfeuer sitzt, um sich zu wärmen sind schon längst vorbei. Diese Heiztechnik wird heute von modernen Öl- und Gasheizungen ersetzt. Doch ganz ersetzt wurde das Holz nicht. Heutzutage gilt Holz wieder erhöht zu einer nachhaltigen Alternative zu Gas und Öl.

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Es gibt immer mehr Gründe, sich von der Gas-, Öl-, oder Elektroheizung zu verabschieden, zum Beispiel die Kosten. Ein anderer ist der Wunsch, nachhaltig und umweltfreundlich zu heizen. Neue Heizungen reduzieren den CO2-Ausstoss deutlich und leisten damit einen Beitrag zum Klimaschutz. Es gibt 4 verschiedene Wärmepumpen. Die Luft-Wasser-Wärmepumpe, die Wasser-Wasser-Wärmepumpe, die Sole-Wasser-Wärmepumpe und etwas weniger bekannt die Luft-Luft-Wärmepumpe. Die Wasser-Wasser-Wärmepumpe nutzt die Wärme, welche im Grundwasser gespeichert ist, um Warmwasser zu erzeugen, welches dann das Haus erwärmt.

Funktionsweise

Die Wasser-Wasser-Wärmepumpe nutzt die gespeicherte Wärme im Grundwasser für das Beheizen des Hauses. Dies ist eine sehr verlässliche Heizquelle und funktioniert auch bei sehr tiefen Aussentemperaturen. Denn das Grundwasser weist über das Jahr hinaus eine sehr konstante Temperatur zwischen 10 und 15 Grad Celsius auf. Bevor man mit dem Projekt beginnt muss abgeklärt werden., ob sich unter dem Haus überhaupt Grundwasser befindet. Die Schweiz besitzt jedoch einen sehr hohen Grundwasser Besitz und in den meisten Fällen ist etwa 10 – 30m unter der Erde genug Grundwasser für eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe vorhanden. Neben der

Verfügbarkeit muss auch noch die Möglichkeit überprüft werden.In den Bergregionen ist es sehr steinig, was dazu führt, dass das Wasser schwer erreichbar ist. Ausserdem unterstehen viele Grundwasser dem Wasserschutzgesetz, was dazu führt, dass keine Wärmepumpe angeschlossen werden darf. Ist die Bewilligung eingeholt kann man mit dem Verlegen der Rohre beginnen. Dazu wird ein Loch in den Boden gebohrt, bis man den Grundwasserspiegel erreicht hat. Ist das Rohrsystem verlegt und die Wärmepumpe installiert kann mit der Wärmeproduktion begonnen werden. Dazu wird das Grundwasser hinauf in die Wärmepumpe zum Verdampfer gepumpt. Ab hier ist das Prinzip dasselbe wie bei den anderen Wärmepumpen. Im Verdampfer hat es ein sehr kühles Kältemittel, welches einen sehr tiefen Verdampfungspunkt hat. Das Wasser übergibt ihre Wärme an das Kältemittel und wird wieder nach unten zum restlichen Grundwasser gepumpt. Aus diesem Grund wird genug Grundwasser benötigt, da sich dieses sonst abkühlen würde und somit die Effizienz der Wärmepumpe verringern würde. Das erwärmte Kältemittel beginnt zu verdampfen, womit sich auch der Druck erhöht. Das Kältemittel in Form von Dampf wird an den Verdichter weitergeleitet. Dort wird der Druck elektrisch noch weiter erhöht, um die Temperatur weiter zu erhöhen. Dieser Prozess führt auch dazu, dass für die Wärme aus der Wärmepumpe ca. 20% Strom benötigt. Ist dieser Prozess abgeschlossen, fliesst das verdampfte Kältemittel weiter in den Verflüssiger. Dort gibt der Dampf die Wärme an das Wasser des Heizsystems ab und kondensiert wieder zu flüssigem Kältemittel. Diese Prozesse sind insoweit nur möglich, da das Kältemittel andere Aggregatzustände aufweist als das Wasser.


Kostenübersicht

Die Installationskosten der Wasser-Wasser-Wärmepumpe sind höher als bei der Luft-Wasser und Luft-Luft-Wärmepumpe, da die Installation durch die Bohrungen viel aufwendiger wird. Diese Kosten werden jedoch schnell wieder amortisiert, da durch die konstante Temperatur im Grundwasser mehr Energie rausgezogen werden kann, als aus der Luft, welche zum Teil unter 0 Grad Celsius fällt. Eine ungefähre Übersicht über die Kosten sind in der Tabelle abgebildet:

Heiztyp Kauf und Einbaukosten Wartungskosten pro Jahr Stromkosten pro Jahr in CHF (20'000 kWh) Gesamte jährliche Kosten
Wasser-Wasser-Wärmepumpe CHF 50'000 - CHF 60'000 CHF 100 - CHF 200 CHF 800 - CHF 900 CHF 900 - CHF 1'100

Der Vorteil der Luft-Wasser-Wärmepumpe ist, dass sie relativ wenig Platz benötigt. Ausserdem müssen keine Rohstoffe wie Holz oder Öl gelagert werden. Im Gegensatz zur Luft-Wasser-Wärmepumpe benötigt die Wasser-Wasser-Wärmepumpe kein Ventilator. Somit ist diese Wärmepumpe leiser als die Luft-Wasser-Wärmepumpe.


Fördermöglichkeiten

Energieeffizientes und nachhaltiges Bauen, vor allem bei Sanierungen, wird von verschiedenen Seiten finanziell unterstützt. Es lohnt sich frühzeitig vor Baubeginn zu prüfen, ob es für die geplanten Massnahmen Fördergelder gibt (Gebäudeprogramm, Kantone, Gemeinden, Banken) und an welche Bedingungen diese gebunden sind.

Wichtig: In der Regel muss das Gesuch für Fördergelder vor Baubeginn gestellt werden!

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