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Klimaanlagen fürs Eigenheim in der Schweiz - Varianten, Kosten & Vorschriften

Die Sommer in der Schweiz werden spürbar heisser, ob in Zürich, Genf, Basel oder im Tessin, tropische Nächte und überhitzte Wohnräume belasten zunehmend den Schlaf und den Alltag im eigenen Zuhause. Eine moderne Klimaanlage schafft hier effizient Abhilfe, indem sie Räume nicht nur kühlt, sondern auch die drückende Luftfeuchtigkeit senkt. Wer sich als Schweizer Eigenheimbesitzer für eine Festinstallation entscheidet, muss jedoch einige Besonderheiten beachten: Von den kantonalen Lärmschutzvorschriften bis hin zur Baubewilligungspflicht. Dieser Ratgeber zeigt Ihnen kompakt den schnellsten Weg zum perfekt temperierten Eigenheim.

Bild von einem Schlafzimmer mit einer Klimaanlage

Schlafzimmer mit einer neuen Monosplit-Klimaanlage.

Themen in diesem Ratgeber


Wie kann eine moderne Klimatisierung genutzt werden?

Moderne Klimaanlagen sind längst keine reinen "Stromfresser" mehr, sondern hochfunktionale Klimamanager für Ihr Zuhause. Sie werden vor allem genutzt für:

  • Aktive Kühlung: Das Herunterkühlen von Wohn- und Schlafräumen auf angenehme Temperaturen, besonders in ungedämmten Dachgeschossen oder Räumen mit grossen Süd-Fensterfronten.
  • Luftentfeuchtung: Das Reduzieren der Luftfeuchtigkeit an schwülen Tagen sorgt oft schon ohne starke Temperaturabsenkung für ein deutlich besseres Wohlbefinden und beugt Schimmelbildung vor.
  • Luftreinigung: Integrierte Filtersysteme fangen Staub, Pollen und Allergene ab – ein enormer Vorteil für Allergiker.
  • Heizfunktion (Wärmepumpen-Technologie): Jede moderne Split-Anlage ist technisch gesehen eine Luft-Luft-Wärmepumpe. Wird der Kreislauf umgekehrt, lässt sich das System im Frühherbst oder Frühling ideal nutzen, um Räume effizient und rasch aufzuheizen.

Mit der richtigen Anlage steigern Sie den Wohnkomfort erheblich, sichern sich erholsamen Schlaf in Tropennächten und profitieren von einer verbesserten Raumluftqualität.


Die wichtigsten Vorteile einer Klimaanlage für Wohneigentümer

Eine professionell installierte Raumklimatisierung bietet Schweizer Haus- und Stockwerkeigentümern zahlreiche Vorteile:

  • Erholungsgarantie bei Tropennächten: Statt schlafloser Sommernächte sorgt eine perfekt temperierte Zone für Tiefschlaf und maximale Leistungsfähigkeit am nächsten Tag – ein unbezahlbarer Gewinn für die persönliche Lebensqualität.
  • Werterhalt der Bausubstanz: Durch die automatische Regulierung der Luftfeuchtigkeit schützen Sie Wände, teure Echtholzböden und Möbel vor Feuchtigkeitsschäden und Schimmelbildung in den schwülen Sommermonaten.
  • Smarte Sektorenkopplung: Wenn Sie bereits eine Photovoltaikanlage besitzen oder eine solche planen, kühlen Sie im Sommer praktisch zum Nulltarif. Sie nutzen Ihren eigenen Solarstrom genau dann, wenn er im Überfluss produziert wird.
  • Sicherung des Immobilienwerts: Immobilien mit moderner, fest installierter Klimatechnik (Split- oder Multisplit) sind auf dem Schweizer Markt extrem gefragt. Sie sichern den langfristigen Marktwert und erhöhen die Attraktivität bei einem späteren Verkauf massiv.
  • Steuerlicher Hebel beim Komponententausch: Während der Ersteinbau wertvermehrend ist, lässt sich der spätere Ersatz oder die Wartung als werterhaltender Liegenschaftsunterhalt vollumfänglich vom steuerbaren Einkommen abziehen.

Hausheld-Tipp
Über unseren Projektgenerator finden Sie sofort passende Klima-Experten, die Sie nicht nur zur Gerätewahl beraten, sondern Sie auch beim zwingend notwendigen Baugesuch und dem Lärmschutznachweis in Ihrer Wohngemeinde unterstützen.


Welche Klimaanlage passt zu Ihrem Eigenheim?

Als Wohneigentümer in der Schweiz suchen Sie nach der effizientesten und leisesten Lösung, um Ihr Zuhause zu kühlen. Die Wahl des richtigen Systems entscheidet über den Komfort, die Optik und die Genehmigungsfähigkeit durch die Behörden.
Hier stellen wir Ihnen die gängigsten und effizientesten Varianten vor:

Monosplit-Klimaanlage

Monosplit-Klimaanlage

Innen- und Aussengerät einer Monosplit-Klimaanlage

Die Monosplit-Klimaanlage besteht aus genau einem Innengerät und einem Aussengerät. Beide Komponenten sind über kompakte Kältemittelleitungen direkt miteinander verbunden.

Vorteile: Höchste Energieeffizienz, extrem leise im Innenraum (da der laute Kompressor draussen steht) und die wirtschaftlich günstigste Variante in Anschaffung und Installation.

Ideal für: Die gezielte Klimatisierung eines einzelnen Schlüsselraumes, wie dem Schlafzimmer für erholsamen Schlaf oder dem offenen Wohn- und Essbereich.

Multisplit-Klimaanlage

Multisplit-Klimaanlage

Aussengerät einer Multisplit-Klimaanlage

Bei einem Multisplit-System werden mehrere Innengeräte (z.B. in verschiedenen Schlafzimmern und im Wohnzimmer) an ein einziges leistungsstarkes Aussengerät angeschlossen.

Vorteile: Erspart die Montage von mehreren störenden Aussengeräten an der Fassade. Alle Innengeräte sind in der Regel individuell steuerbar. Optisch und platztechnisch die beste Wahl für ganze Häuser oder Wohnungen.

Ideal für: Familien und Hausbesitzer, die mehr als einen Raum gleichzeitig und unabhängig voneinander klimatisieren möchten.

Zentrales Klimasystem

Zentrales Klimasystem

Lüftungsgitter an der Decke für die zentrale Klimaanlage

Bei einem zentralen Klimasystem wird das leistungsstarke Innengerät unsichtbar im Technikraum im Keller oder in einem zentralen Apparateraum platziert. Die Verteilung der kühlen Luft erfolgt über ein verzweigtes, isoliertes Luftkanalsystem, das direkt vom Keller aus durch die Steigzonen führt. Die Luftauslässe werden dabei während der Bauphase direkt in die Betondecken verbaut. In den Wohnräumen sind am Ende lediglich dezente, flache Lüftungsgitter sichtbar.

Vorteile: Höchster ästhetischer Anspruch, da keinerlei Wandgeräte die Raumoptik stören. Die Kühlung arbeitet absolut lautlos im Wohnbereich, da das eigentliche Gerät im Keller sitzt, und sorgt für eine perfekt gleichmässige, zugfreie Luftverteilung im gesamten Haus.

Ideal für: Moderne Neubauprojekte und architektonisch anspruchsvolle Eigenheime, bei denen die Klimatisierung von Anfang an fest in die Haustechnik und den Rohbau integriert wird.

Mobile Klimageräte (Monoblock)

Mobile Klimageräte (Monoblock)

Bild einer Monoblock Klimaanlage

Mobile Monoblock-Geräte sind flexible Standgeräte, die steckerfertig geliefert werden. Sie entziehen dem Raum die Hitze und leiten die warme Abluft über einen flexiblen Schlauch, meist kombiniert mit einer speziellen Textil-Fensterabdichtung, durch ein geöffnetes Fenster nach draussen.

Vorteile: Keine Baubewilligung nötig, keine Installationskosten, flexibel einsetzbar und günstig in der Anschaffung.

Nachteile: Geringe Effizienz (warme Aussenluft strömt durch das Fenster nach), hoher Stromverbrauch und laute Betriebsgeräusche im Innenraum.

Ideal für: Mieter oder als Notlösung für wenige heisse Tage im Jahr, wenn eine Festinstallation nicht möglich ist oder nicht in Frage kommt.

Varianten im Vergleich

Variante Aus­führung Vorteile Geeignet für
Monosplit 1 Aussen- + 1 Innen­gerät Hohe Effizienz, sehr leise Einzelne Räume (z. B. Schlaf­zimmer)
Multisplit 1 Aussen- + mehrere Innen­geräte Räume individuell steuerbar Mehrere Räume, ganze Wohnungen
Zentrales System 1 Aussen­gerät + Zentrales Gerät im Keller Unsichtbar, absolut lautlos Moderne Neu­bauten
Mobiles Gerät 1 Stand­gerät mit Schlauch Keine Montage, günstig Mieter, Übergangs­lösungen

Kurzzusammenfassung: Optimale Klima-Lösungen für Ihr Zuhause
Die Wahl der richtigen Klimaanlage hängt von Ihren Komfortansprüchen und der Bauphase ab. Fest installierte Split-Systeme (Mono- oder Multisplit) bieten im Bestand die höchste Effizienz und lassen sich pro Raum individuell regeln. Für anspruchsvolle Bauherren im Neubau ist ein zentrales Klimasystem die Königsklasse, da es unsichtbar in die Betondecken integriert wird und absolut lautlos arbeitet. Mobile Geräte bleiben eine schnelle, aber ineffiziente Notlösung für wenige Tage.


Was kostet eine Klimaanlage in der Schweiz?

Die Kosten für eine Klimaanlage in der Schweiz setzen sich aus dem Gerät, dem Installationsaufwand (Kernbohrungen, Leitungsverlegung) sowie administrativen Aufwänden (Schallschutznachweis, Baubewilligung) zusammen. Für ein professionell installiertes Split-System in einem Einfamilienhaus liegen die Kosten meist zwischen 3’000 und 12’000 CHF.

Geräte-Typ Umfang Preis­spanne (inkl. Montage) Typische Anwendungen
Mobiles Gerät Stecker­fertig 400 - 1'500 CHF Mieter, Notlösung
Monosplit 1 Raum 2'500 - 4'500 CHF Schlaf­zimmer oder Dach­stock
Multi­split (Duo) 2 Räume 5'000 - 8'000 CHF Wohn- und Schlaf­zimmer
Multi­split (Quattro) 4 Räume 9'000 - 14'000 CHF Ganzes Einfamilien­haus
Zentrales Klima­system 3-5 Räume 10'000 - 18'000 CHF Neubauten

Qualität der Marken (z.B. Daikin, Mitsubishi, Panasonic) sowie die Komplexität der Montage beeinflussen die Gesamtkosten. Eine schwierige Leitungsführung durch mehrere Wände oder Etagen verteuert das Projekt.

Betriebs- und Folgekosten:

  • Stromkosten: Moderne Inverter-Geräte sind sehr effizient. Die Kühlung eines Raumes kostet pro Sommer bei normalem Gebrauch oft nur ca. 30 bis 80 CHF.
  • Wartung: Eine professionelle Wartung (Filterwechsel, Kältemittelprüfung, Desinfektion) alle 1-2 Jahre kostet ca. 150 bis 300 CHF.
  • Baubewilligung: Für das Baueingabedossier und kommunale Gebühren müssen meist 500 bis 1'500 CHF eingerechnet werden.

Bewilligungen und kantonale Vorschriften

Die Pflicht zur Baubewilligung

Sobald Sie eine Klimaanlage fest mit dem Gebäude verbinden – was bei Split- und Zentralsystemen durch den Wanddurchbruch für die Leitungen immer der Fall ist – gilt dies als bauliche Veränderung. In der Regel ist ein ordentliches oder vereinfachtes Baubewilligungsverfahren bei Ihrer Wohngemeinde zwingend vorgeschrieben.

  • Eigentümergemeinschaft (STWEG): Wenn Sie Stockwerkeigentümer sind, müssen Sie zwingend vor der Baueingabe die schriftliche Zustimmung der Stockwerkeigentümergemeinschaft einholen, da das Aussengerät und die Bohrung das Gemeinschaftseigentum (Fassade) betreffen.
  • Ortsbild- und Denkmalschutz: Befindet sich Ihr Eigenheim in einer geschützten Kernzone, kann das Platzieren eines Aussengeräts an der Fassade verweigert werden. Hier müssen unauffällige Standorte (z. B. flach auf dem Flachdach oder im Garten hinter Sträuchern) geplant werden.

Der Lärmschutznachweis (Cercle Bruit)

Die wichtigste Hürde im Schweizer Bewilligungsprozess ist der Schallschutz. Da das Aussengerät durch den Kompressor und den Ventilator Geräusche erzeugt, greift die Eidgenössische Lärmschutzverordnung (LSV).

Zusammen mit dem Baugesuch muss ein offizieller Lärmschutznachweis eingereicht werden. Dieser wird über die offizielle Web-Applikation der kantonalen Lärmschutzfachleute (Cercle Bruit) berechnet.

Das Ziel: Es muss rechnerisch nachgewiesen werden, dass die strengen Lärm-Grenzwerte am nächstgelegenen Fenster des Nachbarn (insbesondere in der Nacht) eingehalten werden. Moderne Inverter-Geräte arbeiten zwar im Flüsterbetrieb, dennoch entscheidet der exakte Aufstellort (Abstand zum Nachbarn, Reflexionsflächen) über die Genehmigung.

Kantonale Energiegesetze (MuKEn)

Die kantonalen Energiegesetze schränken die Nutzung von reinem Netzstrom zum Kühlen stark ein. Kantone wie Zürich, Bern oder Basel verlangen beim Einbau einer Klimaanlage oft den Nachweis, dass der Kühlbedarf technisch notwendig ist oder die Energie kompensiert wird.

Die Solar-Pflicht: In vielen Regionen wird die Bewilligung für eine Klimaanlage nur dann erteilt, wenn der Strom für den Betrieb zu einem grossen Teil aus erneuerbaren Energien stammt, idealerweise direkt von der eigenen Photovoltaikanlage auf dem Dach.


Heizen mit der Klimaanlage

Ein oft unterschätzter Aspekt: Moderne Split-Klimaanlagen sind technisch gesehen Luft-Luft-Wärmepumpen. Sie besitzen ein Umschaltventil, mit dem der Kältekreislauf umgekehrt werden kann.

Das bedeutet:

  • Im Sommer entzieht das Innengerät der Raumluft die Wärme und pumpt sie nach draussen.
  • Im Winter entzieht das Aussengerät der kalten Aussenluft die (Rest-)Wärme und bläst warme Luft in den Innenraum.

Ihre Vorteile beim Heizen mit Klima:
Gerade in der Übergangszeit (Frühling und Herbst) sind Klimaanlagen extrem effizient. Aus einem Teil Strom machen sie oft 3 bis 4 Teile Wärmeenergie. Das ist deutlich günstiger als direkte Elektroheizungen (z.B. Heizlüfter) und ermöglicht es Ihnen, das zentrale Heizsystem (z.B. Öl oder Gas) erst viel später im Jahr hochzufahren. Da die Luft direkt erwärmt wird, ist der Raum zudem in wenigen Minuten warm.


Wartung und Pflege einer Klimaanlage

Damit die Klimaanlage effizient arbeitet und die Raumluft hygienisch einwandfrei bleibt, ist regelmässige Pflege unerlässlich.

Was Sie selbst tun können:

  • Filter reinigen: Die Staubfilter im Innengerät sollten während der Hochsaison (Sommer) alle 4 bis 6 Wochen herausgenommen und unter fliessendem lauwarmem Wasser abgewaschen werden.
  • Aussengerät freihalten: Befreien Sie das Aussengerät von Laub, Ästen und Spinnweben, damit die Luft ungehindert zirkulieren kann.

Was der Profi (Kältetechniker) tun sollte:
Einmal pro Jahr oder spätestens alle zwei Jahre sollte ein Fachmann die Anlage warten:

  • Desinfektion: Der Wärmetauscher und die Kondensatwanne im Innengerät werden desinfiziert, um Bakterien, Legionellen und Schimmelpilzbildung (Geruchsbildung) zu verhindern.
  • Dichtheitsprüfung: Das System wird auf Kältemittelverlust geprüft. Zu wenig Kältemittel senkt die Leistung drastisch und schadet dem Kompressor.
  • Elektrik- und Leistungscheck: Überprüfung der Elektronik und der korrekten Temperaturspreizung.

Steuerliche Abzugsfähigkeit

Auch wenn es keine Subventionen gibt, können Sie bei den Steuern sparen. Bei der Bewertung von Liegenschaftsunterhalt wird zwischen "werterhaltend" und "wertvermehrend" unterschieden:

  • Neubau/Ersteinbau (Wertvermehrend): Der erstmalige Einbau einer Klimaanlage in ein bestehendes Haus gilt meist als wertvermehrend und kann in den meisten Kantonen nicht vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden (lässt sich aber bei einem späteren Verkauf bei der Grundstückgewinnsteuer geltend machen).
  • Ersatz / Reparatur (Werterhaltend): Tauschen Sie eine alte Anlage gegen ein modernes Modell aus oder lassen Sie das System warten, gilt dies als abzugsfähiger Liegenschaftsunterhalt.

Achtung Frist: Durch die beschlossene Abschaffung des Eigenmietwerts per 1. Januar 2029 fallen diese Abzüge bald weg. Nutzen Sie das verbleibende Zeitfenster bis Ende 2028, um den Komponententausch letztmalig vollumfänglich vom steuerbaren Einkommen abzuziehen.


Ihr Klima-Plan: Von der Idee zur kühlen Brise

Der Weg zur eigenen Klimaanlage in der Schweiz erfordert etwas Vorlaufzeit. Am Beispiel der Installation eines typischen Monosplit-Geräts (z. B. fürs Schlafzimmer) zeigt dieser 3-Phasen-Plan den exakten Ablauf.

Phase 1: Die Vorklärung

  • Bedarf definieren: Sie entscheiden sich für eine Monosplit-Anlage, um das überhitzte Schlafzimmer im Dachstock gezielt zu kühlen und zu entfeuchten.
  • STWEG-Zustimmung: Als Stockwerkeigentümer holen Sie jetzt die schriftliche Zustimmung der Eigentümergemeinschaft für die nötige Kernbohrung und das Aussengerät ein.
  • Standort prüfen: Sie wählen einen Platz für das Aussengerät (z. B. auf dem Balkon oder an der Fassade), der den Mindestabstand zum Schlafzimmerfenster des Nachbarn einhält.
  • Angebote einholen: Sie erstellen eine Anfrage auf HausHeld.ch und erhalten kostenlos drei Angebote von Kälte-Fachbetrieben aus Ihrer Region.

Phase 2: Bewilligung und Papierkram

  • Baugesuch einreichen: Ihr ausgewählter Klima-Monteur erstellt das Baueingabedossier für die Gemeinde und berechnet den zwingend notwendigen Lärmschutznachweis (Cercle Bruit) für das Aussengerät.
  • Wartezeit einplanen: Die Gemeinde prüft das Gesuch. Da dies 4 bis 12 Wochen dauern kann, haben Sie das Projekt idealerweise schon im Februar gestartet.

Phase 3: Installation & Inbetriebnahme

  • Installation: Der Fachbetrieb führt eine präzise Kernbohrung (ca. 6–8 cm Durchmesser) durch die Aussenwand, verlegt die Kältemittelleitungen und montiert das Wand- oder Truhengerät im Schlafzimmer sowie das Aussengerät.
  • Elektroanschluss: Ein Elektriker zieht die Stromversorgung zum Aussengerät und schliesst das System fachgerecht an.
  • Inbetriebnahme: Der Kältetechniker vakuumiert die Leitungen, prüft das System auf Dichtheit und schaltet die Anlage ein. Ihr Schlafzimmer ist pünktlich zu den ersten Tropennächten bereit.

Hausheld-Tipp
Fangen Sie nicht erst im Juni an, eine Klimaanlage zu planen! Aufgrund der Bewilligungspflicht und der hohen Auslastung der Kältetechniker im Sommer dauert es oft Monate bis zur Fertigstellung. Die idealen Monate für die Projektplanung sind Dezember bis März.


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Weitere häufig gestellte Fragen zu Klimaanlagen in der Schweiz

Wie viel kostet eine Split-Klimaanlage für ein Schlafzimmer?

Wie viel kostet eine Split-Klimaanlage für ein Schlafzimmer?

Für ein hochwertiges Monosplit-System inklusive Montage, Inbetriebnahme und Bohrarbeiten müssen Sie im Einfamilienhaus in der Regel mit CHF 2'500 bis 4'500 rechnen.

Brauche ich zwingend eine Baubewilligung?

Brauche ich zwingend eine Baubewilligung?

Ja, fast überall in der Schweiz benötigen Sie für die Festinstallation eines Aussengeräts (Fassade, Dach, Garten) eine Baubewilligung inklusive Lärmschutznachweis. Ausnahmen sind oft mobile Geräte oder reine Innengeräte ohne Wanddurchbruch.

Wie hoch ist der Stromverbrauch?

Wie hoch ist der Stromverbrauch?

Moderne Inverter-Klimaanlagen sind sehr sparsam. Bei normaler Nutzung für ein Schlafzimmer über die heissen Sommermonate (ca. 200 bis 300 Betriebsstunden) fallen oft nur CHF 30 bis 80 an Stromkosten an. In Kombination mit einer eigenen Photovoltaikanlage kühlen Sie praktisch kostenlos.

Wie laut ist das Aussengerät?

Wie laut ist das Aussengerät?

Moderne Markengeräte arbeiten sehr leise und erzeugen direkt am Gerät oft nur 45-50 dB(A) – vergleichbar mit einem leisen Kühlschrank. Im Abstand von einigen Metern sind sie kaum noch wahrnehmbar.

Kann ich mit der Klimaanlage auch heizen?

Kann ich mit der Klimaanlage auch heizen?

Ja, alle modernen Split-Klimaanlagen sind Luft-Luft-Wärmepumpen und können problemlos zum Heizen verwendet werden. Sie eignen sich besonders gut für die Übergangszeit im Frühling und Herbst.

Wie lange hält eine Klimaanlage?

Wie lange hält eine Klimaanlage?

Bei regelmässiger Wartung durch einen Fachmann haben hochwertige Klimaanlagen eine Lebensdauer von 15 bis 20 Jahren.

Kann ich meine Wohnung kühlen ohne Aussengerät?

Kann ich meine Wohnung kühlen ohne Aussengerät?

Ja, mit Monoblock-Geräten. Entweder als mobile Lösung mit Abluftschlauch durch das Fenster, oder als festes Wandgerät (Kompaktklimagerät), das lediglich zwei Löcher in der Aussenwand für Zu- und Abluft benötigt. Diese sind jedoch oft lauter als Split-Systeme.

Gibt es Wartungsbedarf?

Gibt es Wartungsbedarf?

Ja. Staubfilter sollten regelmässig selbst gereinigt werden. Alle 1-2 Jahre empfiehlt sich ein professioneller Service, bei dem die Anlage desinfiziert und der Kältemittelkreislauf auf Dichtheit geprüft wird, um hygienische Probleme und Leistungsverlust zu vermeiden.

Quellen


Rechtlicher Hinweis

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle bau- oder steuerrechtliche Beratung. Da Baubewilligungen für Klimaanlagen kantonal und kommunal sehr unterschiedlich gehandhabt werden, wenden Sie sich für verbindliche Auskünfte bitte an Ihr örtliches Bauamt oder einen qualifizierten Kältetechnik-Fachbetrieb.

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