Förderung für Heizung

Planen Sie einen Heizungsersatz? In der Schweiz stehen Ihnen mehrere bewährte Heizsysteme zur Wahl – von der Wärmepumpe über die Pelletheizung bis hin zur Fernwärme. Dieser Ratgeber fasst alle relevanten Fakten zu Kosten, Förderung und Planung zusammen.

Wie viel Förderung erhalte ich für Heizung in der Schweiz?

CHF 4'000–15'000 je nach Kanton, Systemleistung und Gebäudezustand

Förderfakten: Heizung

Durchschnittliche Bruttokosten

CHF 28'000–38'000 (Luft-Wasser-Wärmepumpe) CHF 45'000–60'000 (Sole-Wasser-Wärmepumpe) CHF 35'000–50'000 (Pelletheizung)

Kantonale Förderung (Das Gebäudeprogramm)

CHF 4'000–15'000 je nach Kanton, Systemleistung und Gebäudezustand

Lebensdauer

15–20 Jahre (Wärmepumpe) 20–25 Jahre (Pelletheizung) Über 50 Jahre (Erdwärmesonden)

Steuerliche Abzugsfähigkeit

Investitionskosten können in der Regel vollständig vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden

Förderung & Zuschüsse für Heizung in der Praxis

Je nach Gewerk und Kanton stehen unterschiedliche Förderprogramme und Bedingungen zur Verfügung:

SystemFörderungBonusVoraussetzungen
Luft-Wasser-WärmepumpeCHF 4'000–12'000+CHF 2'000 bei GEAK A/BWPSM-zertifizierter Betrieb, Fördergesuch vor Baubeginn
Sole-Wasser-WärmepumpeCHF 8'000–15'000+CHF 3'000 bei GEAK A/BBohrbewilligung, WPSM-Zertifikat, kantonale Voranmeldung
PelletheizungCHF 4'000–10'000+CHF 1'500 bei Altbau-ErsatzZertifizierter Kessel (EN 303-5), Ersatz fossiler Anlage
FernwärmeanschlussJe nach KantonJe nach KantonVerfügbarkeit lokales Netz, Anschlussbewilligung
Wichtig: Allfällige Fördergesuche müssen immer vor der Auftragserteilung eingereicht werden – nachträgliche Gesuche werden grundsätzlich nicht akzeptiert.

Förderung & Steuervorteile für Heizung: In 5 Schritten zum Ziel

Der folgende Ablauf stellt sicher, dass Sie keine Förder- oder Steuervorteile verpassen:

Energieberatung & GEAK-Ausweis

Lassen Sie optional eine Vorabklärung (z.B. GEAK Plus) durchführen. Viele Kantone bezuschussen diese Analyse mit bis zu CHF 1'500.

Angebote einholen & WPSM sichern

Holen Sie Angebote von zertifizierten Heizungsbauern ein. Wichtig ist, dass die Offerte das Wärmepumpen-System-Modul (WPSM) explizit aufführt.

Fördergesuch online einreichen

Reichen Sie das Gesuch auf dem kantonalen Portal (z.B. dasgebaeudeprogramm.ch) zwingend vor dem Unterzeichnen des Werkvertrags ein.

Zusage abwarten

Nach Erhalt der offiziellen Förderzusage (dauert ca. 2 bis 4 Wochen) können Sie den Einbau in Auftrag geben und terminieren.

Inbetriebnahme & Auszahlung

Nach erfolgreichem Einbau senden Sie das Inbetriebnahmeprotokoll und die Rechnungen an den Kanton. Die Auszahlung erfolgt kurz darauf.

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Steuereffekt bei Heizung: So ziehen Sie die Restkosten ab

Werterhaltende Investitionen in Ihre Liegenschaft sind steuerrechtlich privilegiert:

  • Abzugsfähigkeit: Die Investitionskosten abzüglich allfälliger Fördergelder können als werterhaltende Unterhaltskosten vollständig vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden.
  • Progression brechen: In manchen Kantonen können die Kosten auf zwei aufeinanderfolgende Steuerperioden aufgeteilt werden.
  • Beispiel: Bei einem steuerbaren Einkommen von CHF 100'000 und einer Nettoinvestition von CHF 20'000 sparen Sie bis zu CHF 5'000 an Steuern.

Fachbetriebe nach Region

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Häufige Fragen

Welches Heizsystem eignet sich am besten für ein älteres Haus?

Ältere Gebäude haben oft einen hohen Heizwärmebedarf und benötigen höhere Vorlauftemperaturen. Hochtemperatur-Wärmepumpen können heute problemlos 60–65 °C liefern und sind auch in unsanierten Altbauten einsetzbar. Alternativ bietet sich eine Pelletheizung an, die ähnlich hohe Vorlauftemperaturen erreicht. In jedem Fall empfiehlt sich eine Grobanalyse durch einen Fachbetrieb.

Was kostet eine Wärmepumpe in der Schweiz inklusive aller Nebenkosten?

Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe kostet inklusive Installation, Steuereinheit und Warmwasserspeicher zwischen CHF 28'000 und CHF 38'000 brutto. Zusätzliche Nebenkosten können entstehen für den Rückbau der alten Anlage inkl. Öltank (CHF 2'500–5'000), den Elektro-Anschluss (CHF 1'500–3'000) sowie einen Lärmschutznachweis (CHF 500–1'000). Nach kantonalen Fördergeldern reduziert sich die Nettobelastung deutlich.

Wie hoch ist die Förderung für eine neue Heizung in der Schweiz?

Die Kantone fördern den Ersatz fossiler Heizsysteme über Das Gebäudeprogramm (Harmonisierungsmodell der Kantone). Für Luft-Wasser-Wärmepumpen gibt es je nach Kanton und Leistungsklasse CHF 4'000 bis 12'000, für Erdsondenheizungen CHF 8'000 bis 15'000. Zusätzlich können Bundesbeiträge über das Gebäudeprogramm beantragt werden. Das Fördergesuch muss vor Baubeginn gestellt werden.

Was ist die MuKEn-Regel und welche Kantone wenden sie an?

Die Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich (MuKEn 2014) verlangen, dass beim Ersatz einer fossilen Heizung mindestens 10 % des Energiebedarfs durch erneuerbare Quellen gedeckt werden. Viele Kantone haben diese Vorschrift ins kantonale Energiegesetz übernommen. In einigen Kantonen gilt sie nur beim Erneuerungspflicht-Fall; in anderen ist der komplette Umstieg auf erneuerbare Systeme beim Kesseltausch vorgeschrieben.

Brauche ich eine Bewilligung für den Einbau einer Wärmepumpe?

Für aussen aufgestellte Luft-Wasser-Wärmepumpen ist in der Regel ein Lärmschutznachweis und eine Baubewilligung der Gemeinde erforderlich. Bei Erdwärmesonden kommt eine Bohrbewilligung des kantonalen Amts für Gewässerschutz dazu. Innenaufgestellte Geräte benötigen oft keine Baubewilligung, sind aber zu melden. Ihr Installationsbetrieb übernimmt in der Regel die Bewilligungseinholung.

Wann muss das Fördergesuch eingereicht werden?

Das Fördergesuch muss zwingend vor Baubeginn, also vor der Auftragserteilung an den Installationsbetrieb, bei der kantonalen Förderungsstelle eingereicht und bewilligt worden sein. Nachträgliche Gesuche werden grundsätzlich abgelehnt. Die Bearbeitungszeit beträgt je nach Kanton 2–8 Wochen.

Kann ich eine Wärmepumpe mit einer Photovoltaikanlage kombinieren?

Ja. Die Kombination aus Wärmepumpe und PV-Anlage ist energetisch ideal: Im Sommer produziert die Solaranlage überschüssigen Strom, der für die Warmwassererwärmung oder Klimatisierung genutzt werden kann. Im Winter verringert sich der Netzbezug. Viele Kantone fördern die Kombination beider Systeme mit erhöhten Beiträgen.

Sollte man beim Heizungsersatz auch den Boiler ersetzen?

Ja, sofern der bestehende Boiler älter als 10 Jahre ist. Moderne Wärmepumpenboiler sind deutlich effizienter als herkömmliche Elektroboiler und lassen sich optimal auf die Wärmepumpe abstimmen. Die Kombination aus Wärmepumpe und Wärmepumpenboiler spart jährlich mehrere Hundert Franken Stromkosten.

Wie lange dauert die Installation einer neuen Heizung?

Der Ausbau der alten Heizung und die Installation der neuen Anlage dauern je nach System 2–5 Arbeitstage. Bei Erdwärme-Systemen kommen Bohr- oder Grabarbeiten dazu, die je nach Untergrund 1–3 Tage in Anspruch nehmen. Planen Sie für Bewilligungen und Lieferzeiten 4–12 Wochen im Voraus.

Wie vergleiche ich Offerten für den Heizungsersatz richtig?

Vergleichen Sie immer mindestens drei Angebote. Achten Sie darauf, dass alle Offerten dieselben Leistungen beinhalten: Demontage, Installation, Elektroarbeiten, Inbetriebnahme und Einweisung. Fragen Sie nach Garantieleistungen, Herstellergarantie und Serviceverträgen. HausHeld vermittelt bis zu drei geprüfte Fachbetriebe kostenlos und unverbindlich.

Über den Experten

HH
HausHeld Expertenteam

Heizungs- und Gebäudetechnik

Das HausHeld-Expertenteam setzt sich aus zertifizierten Heizungsinstallateuren, Energieberatern und Gebäudetechnikern zusammen. Alle Angaben werden regelmässig auf Aktualität geprüft.

Letzte Aktualisierung: Juli 2026

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